Gran Canaria

Las Palmas – wie der Name schon sagt..

Eine Handvoll Alt-Buchholzer verstehen vielleicht noch wovon ich rede – gab es doch einen ‘Hit’ der Buchholzer Deutsche Welle Band Nuala mit dem Titel ‘Gran Canaria’, der mir bei Annäherung an Las Palmas de Gran Canaria durch den Kopf ging.

Heute morgen um 10:30 Uhr war es endlich so weit. Nach 708 Seemeilen, 5 Tagen und 4 Stunden liegt die Marina zum Greifen nahe. Doch die ausbrechende Euphorie stellte sich als verfrüht heraus – leider gab es noch ein paar kleinere Verzögerungen. Zunächst kamen wir bei der Einfahrt in den Hafen einem just auslaufenden Frachter der Deutsche Afrika-Linien in die Quere während wir gerade Segel refften. Man könnte geneigt sein, seine akkustischen Signale als Begrüßung zu interpretieren (Die QE III wird auch immer so begrüßt, wenn sie Hamurg besucht) aber der Verdacht liegt nahe, dass es sich eher um ein wenig freundliches ‘Verpiss Dich, Du bist im Weg’ handelte.

Anschließend endeten die Versuche mit der Marina Kontakt aufzunehmen darin, dass uns beschieden wurde auf die Kontaktaufnahme durch die Polizei zu warten – dabei war nicht ganz klar zu welchem Zweck und ob die Aufforderung tatsächlich an uns gerichtet war.

Nach 20 Minuten Warten im Hafenbecken und diversen erfolglosen Anrufen an die Marina beschlossen wir unsererseits einfach ungebeten ein zu fahren. Nach dem Festmachen am Visitors Cay waren mir gut zwei Stunden Warten auf einen überforderten Angestellten vergönnt, bis ich gegen 13:00 Uhr endlich eingecheckt war und das Boot an seinen endgültigen Liegeplatz bewegen durfte. Die Polizei hat sich bis dato nicht bei uns gemeldet.

Endlich fest

Einmal festgemacht ergab sich die Prioritätenliste von selbst:

  1. Internet Connectivity herstellen (zunächst erfolglos)
  2. Duschen (erfolgreich)
  3. Ausschlafen (Teilerfolg)
  4. In die nahe Sailors Bar – ein paar Bier trinken und Internet Connectivity herstellen (Bier erfolgreich, Internet wiederum erfolglos).
  5. Internet Connectivity herstellen (nun endlich erfolgreich)
  6. Ausschlafen (vollständig Erfolgreich)

Der Wetterbericht sieht aktuell nicht so aus, als würde der Passatwind sich  etablieren. Es kann uns also mal wieder eine etwas längere Wartezeit bevorstehen… Vielleicht werden wir das nutzen um noch ein paar andere Kanaren-Inseln zu erforschen..

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2 Responses to Gran Canaria

  1. Dagmar says:

    Hallo Captain und Crew,
    schön das Ihr heil angekommen seid. Wusste garnicht das Du ein Schönwettersegler bist. Zum Schlafen, man muss nur kaput genug sein, dann kann man auch schlafen. Übrigens am besten schläft es sich in Hängematten !!!
    Liebe Grüsse und erholt Euch gut.
    Dagmar

    • thomas says:

      Das mit der Hängematte habe ich mir auch schon gedacht aber wohin damit ? Kaputt genug stimmt auch aber ich mache das bei der Überquerung ja für 3 Wochen und immer nur schlafen wenn Du kurz vorm Pupillenstillstand bist ist auf Dauer nicht richtig witzig. Es wird sich aber finden, teils waren das auch noch ein paar technische Probleme, die mir die innere Ruhe geraubt haben. Die werde ich jetzt noch angehen. Gran Canaria oder besser Las Palmas ist ein netter Ort. Ich kann dort gut noch ein paar Tage verweilen und alles in Schuss bringen..
      Liebe Grüße auch an Euch
      Thomas

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