11.12.2012 19:35 in Position 25°00.29’N 018°42.88’W

Seit 56 Stunden sind wir unterwegs. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch – so stellt man sich die Atlantik-Überquerung im Optimalfall vor. Sonnenschein – Bikini-Wetter und Nachmittags eine Extraportion Wind. Wie zuvor wurde morgens der Gennaker ausgepackt, nachdem die Geschwindigkeit in der Nacht deutlich unter 5 Knoten lag. Das große Ballonsegel war von Anfang an an Bord, wurde von mir im Mittelmeer aber sträflich vernachlässigt. Es wurde nur zwei mal geheißt und jedes mal mangels Wind gleich wieder eingepackt. Hier ist es unser täglicher Turbo. Es schafft bei  10-15 Knoten achterlichem Wind locker 5-6 Knoten Fahrt und benimmt sich zudem auf den Vorwind-Kursen angenehmer als die Genua. Wegen der etwas komplizierten Handhabung packen wir es für die Nacht immer wieder ein. Heute habe ich zum ersten mal versucht, es zusammen mit Gaylyn zu heißen – bisher hatte Hagai den Job übernommen und ich hatte assistiert. Nicht ganz einfach, die diversen Leinen alle klar zu bekommen – Morgen klappt es dann hoffentlich gleich im ersten Versuch…

Gegen Nachmittag frischte der Wind noch einmal auf. Bei 20 Knoten achterlichem Wind kommt Qi mit dem großen Segel locker auf 8.5 Knoten. Das sind zwar auch nur 15 km/h aber für mein Boot auch schon nahe am Maximum.

Aktuell folgen wir noch einem südlichen Kurs (230°) , der uns in nicht allzu großer Ferne an den Kap-Verden vorbei führt. So können wir im Notfall (z.B. Bier alle) immer noch ein letztes mal einkehren und kommen hoffentlich in die kräftigeren Passat-Winde, so dass der Umweg durch die höhere Geschwindigkeit wett gemacht wird.

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