Portsmouth

Portsmouth

Portsmouth

Portsmouth liegt im Nord-Westen von Dominica und ist unsere 2. und letzte Station auf der Insel. Im Vergleich zur Hauptstadt machen hier erheblich mehr Segler Pause. Die Reede beherbergt regelmäßig 30 oder mehr Yachten und es gibt einen Verein, der sich für die Sicherheit am Ankerplatz einsetzt, gleichzeitig aber auch eine Art Service-Monopol darstellt. Entsprechend sind die Preise verglichen mit der Hauptstadt Roseau recht happig.
Dafür gibt es einen Strand mit ein paar anständigen Strandbars in denen sich die Segler zusammenrotten. Big Papas Beach Bar ist Anlaufstelle Nr. 1 für die Segler wegen des Dinghy-Docks und des guten Internet-Zugangs. Dort stösst man auf alle Kategorien – vom gepflegten Chartersegler über den gediegenen Globetrotter bis zum etwas abgerissenen

Big Papas

Big Papas

Low-Budget-Dauer-Cruiser.
Nach allem was ich dort höre sind meine schlimmsten Befürchtungen nicht ohne Grundlage – nämlich dass Dominica noch mit Abstand die günstigste, freundlichste und schönste Insel ist. Ich hoffe es gelingt uns das zu widerlegen.
Samstag haben wir uns noch einmal verschaukeln lassen. Roy, ein Eingeborener mit dem wir schon ein paar mal geplaudert hatten, sprach uns auf der Strasse an und Gaylyn fragte ihn nach dem besten Weg zu unserem Ziel, dem Syndicate Wasserfall. Natürlich kannte er sich da bestens aus und wollte uns für einen kleinen Preis (80 EC$ – ca 20 EUR) dort herumführen. Nachdem wir den Preis ausverhandelt hatten (nein, keine US$, ja alles inklusive) willigten wir ein – dumm gelaufen.

Wildnis beim Syndicate Fall

Wildnis beim Syndicate Fall

Roy brachte uns zwar grob in die richtige Gegend erzählte aber ansonsten nur Blödsinn, wollte uns mit einem Aussichtpunkt abspeisen und dafür aus unerfindlichen Gründen plötzlich 80 EUR statt EC$ haben – Faktor 3-4. Nachdem wir Ihn mit 120 EC$ abgespeist und nach hause geschickt hatten, schickte er uns zum Abschied noch in die Pampa anstatt uns den richtigen Weg zum Wasserfall zu weisen.
Von lokalen Guides sind wir nun endgültig geheilt. Zumeist fährt man ohnehin wesentlich besser wenn man sich einfach durchfragt, solange kein Geld im Spiel ist sind die Leute wirklich freundlich und hilfsbereit. Außerdem haben wir uns mittlerweile wieder einiges an Kondition an trainiert und bewältigen auch größere Strecken problemlos zu Fuß. Ansonsten gibt es immer noch die lokalen Busse oder man hält einfach den Daumen raus.. Nachdem wir Roy los waren, trafen wir nur noch freundliche Menschen.

Syndicate Wasserfall

Syndicate Wasserfall

Der gesuchte Wasserfall wurde zu Fuß erobert, was wie wir fanden ohne Guide viel schöner ist als mit, weil man sein Tempo selbst bestimmt, verweilen kann wenn man etwas schönes entdeckt und keinen Smalltalk machen muss. Auf dem Rückweg wurde getrampt – zwei freundliche Eingeborene nahmen uns mit nach Portsmouth.
Die wenigen Tage, die wir in Portsmouth noch hatten wurden problemlos tot geschlagen. Montag – Chillout, Dienstag hatte Gaylyn einen freiwilligen Tag in der lokalen Grundschule verabredet und ging ihrer eigentlichen Profession und Leidenschaft nach – Kinder unterrichten(O-Ton: to mess with their heads). Das wars dann erst einmal für Dominica.

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One Response to Portsmouth

  1. Tina says:

    … Ah Dominica … :o) Und wo seid ihr jetzt? Wie sind eure Pläne???? Lasst euch nicht übers Ohr hauen… ihr kennt sie doch, die “Guides” … Alles Liebe

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