Von wegen jungfräulich

Necker Island, kurz vor Virgin Gorda

Necker Island, kurz vor Virgin Gorda

Die Virgin Islands zu Deutsch Jungferninseln liegen gut 70 Meilen nordwestlich von unserer letzten Station St. Maarten. Wir erreichten sie nach einer 14-stündigen Überfahrt, die zumeist mit passablem Wind gesegnet war. In St. Maarten wurde um Mitternacht abgelegt, so dass wir am frühen Nachmitag im Gorda Sound, nördlich von Virgin Gorda ankamen.

Schon im Voraus hatten wir gehört, dass die Inselgruppe das Mekka speziell für amerikanische Charter-Segler ist. Unser erstes Ziel nach dem Einklarieren in Gun Creek, war Saba Rock, ein winziges Eiland, dass zum Großteil aus einer geräumigen Bar mit Restaurant besteht. Das riesige Feld von Festmacher-Bojen im Osten der Bar-Insel fanden wir leider belegt vor, so dass wir um die Ecke vor Anker gehen mussten. Dank unseres neuen 9.8 PS starken Außenborders glitten wir trotzdem zur Happy Hour Richtung Bar hinüber, nur um auf die größte Ansammlung von durstigen Seglern zu treffen, die mir je begegnet ist. Neben der einmaligen Lage inmitten von blauem Wassers und Korallenriffen zeichnet sich die Insel durch ein paar große Tarpone aus, die am Anleger vor gezückten Kameras hin und her schwimmen – speziell zu Fütterungszeit. Leicht betäubt vom billigen Rumpunsch bzw. der Spezialität des Hauses – einem Cocktail namens Pain Killer und der zivilisatorischen Enge glitten wir 1 1/2 Stunden später wieder zurück in unsere friedliche Ankerbucht.

Devils Bay, The Baths, Virgin Gorda

Devils Bay, The Baths, Virgin Gorda

Leider bleibt die Qualität der Information unseres Revierführers für die Virgins deutlich hinter der des Doyle zurück, der uns bisher sicher durch die Karibik geführt hatte. Das Resultat war eine Suchexpedition nach Cruising- und National Park Permits am folgenden Tag. Immerhin gelang es uns zwischendurch ‘The Baths’ zu besuchen. Eine Reihe kleiner Strände eingekesselt zwischen riesigen Granitblöcken. Ein wunderschöner Ort.

Die Tankstelle am Ende der Welt, Marina Cay, BVI

Die Tankstelle am Ende der Welt, Marina Cay, BVI

Heute liegen wir hinter Marina Cay, einer weiteren Bar/Hotel Insel, wiederum hübsch  gelegen nur leider ohne bezahlbare Happy Hour. Dafür haben wir hier, wie auf  jeder Insel bisher, unsere dänischen Stalker wieder getroffen, mit denen uns inzwischen eine herzliche Freundschaft verbindet. Das Gute ist, wir brauchen uns nicht zu verabreden, wir treffen uns sowieso. Hier in den Virgins mit hunderten von Ankerbuchten gleich am dritten Tag wieder auf sie zu stoßen, hatte ich allerdings nicht für möglich gehalten. Jetzt ist allerdings bald Schluß, denn sie ziehen weiter auf die US Virgins und wir drehen vermutlich bald um und ziehen wieder Richtung Süden.

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One Response to Von wegen jungfräulich

  1. Tina says:

    Traumhaft!!!!!!!!!! Kommt bloss nicht nach D, hier ist es kalt und nass und grau… wäre ein schlechter Tausch! Wünsche euch ganz viele Schildkröten, Mantarays und was sich da sonst noch so bei den Jungfrauen tummelt… und lasst die leckeren Fische im Wasser, sie gehören nicht auf den Teller… auch wenn euch beim Tauchen das Wasser im Munde zusammen läuft…
    Alles Liebe, seid umarmt, Tina :o))))))

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