Unter der Wasserlinie

Qi and the Virgins from below the Waterline

Qi and the Virgins from below the Waterline

Zur Ehrenrettung muss man sagen, dass die Virgins – wie im letzten Artikel bemängelt – über der Wasserlinie zwar etwas kommerziell und überfüllt sind, unterhalb  allerdings von nichts übertroffen werden, was wir bisher gesehen haben. Das nebenstehende Foto wurde bei den Indians, einer Felsformation  im Sir Francis Drake Channel aufgenommen.
Das war am Samstag. Den Tag hatten wir uns für die offensichtlichen Highlights auserkoren, denn an diesem Wochentag kehrt die Hälfte der Charterflotille  zurück in die Basis zum Crewwechsel. Das heisst, man muss an diesem Wochentag nur mit der Hälfte des Andrangs rechnen. So konnten wir nicht nur bei den Indians problemlos eine der heißbegehrten Nationalpark-Moorings ergattern sonder Nachmittags auch

The Indians

The Indians

eine Boje nahe dem Wrack der Rhone aufnehmen. Die Rhone is wohl der berühmteste Tauchplatz auf den Virgins – ein englischer Postdampfer der 1867 in einem Hurricane sank. Heute ist das Wrack wunderschön von Korallen überwachsen. Highlight unseres Tauchganges war ein riesiger Lobster, der uns aus einer Höhle unter den Überresten der Rhone beobachtete.

Unser nächstes Ziel war Anegada, die nördlichste Insel der BVI’s die von einem riesigen Korallenriff und endlosen einsamen Stränden umgeben ist.  Das innere der Insel

Bunte Schnecke

Bunte Schnecke

wird zum Teil von Salzseen eingenommen die von Flamingos bevölkert sind. Leider spielte das Wetter nicht recht mit. Der Wind hatte zum Sonntag hin auf über 20 Kn zugenommen, so dass die Bedingungen für Schnorchelausflüge denkbar ungünstig waren.

Wir haben uns also mit einem ausgedehnten Strandspaziergang zufrieden geben müssen. Kurz vor der Westspitze der Insel fuhr plötzllich ein Geländewagen mit einem aufgeregten Amerikaner auf

Anegada Beach

Anegada Beach

den Strand. Walker, der Fahrer berichtete uns dann, dass der Kite, der sich draußen gerade seine Weg aus dem Riff ins offene Wasser bahnte von Sir Richard Branson gelenkt würde, der sich unvernünftigerweise in den Kopf gesetzt hätte, die 12 Seemeilen zu seiner Privatinsel Necker Island zu kiten.  Aufgrund der Bedingungen und des stattlichen Alters von Sir Richard stufte Walker das Vorhaben als höchst riskant  ein. Er hat dann wohl das Personal auf  Necker Island in Kenntnis gesetzt, so dass eine Suchexpedition ausgesand wurde. Eine Recherche auf Google heute

Sir Richard Branson on kite - suicidal tendencies

Sir Richard Branson on kite – suicidal tendencies

Morgen erbrachte keine Vermisstmeldung also nehmen wir an, dass Sir Richard es geschafft hat.

Heute sind wir wieder im Gorda Sound. Leider hatte Gaylyn beim Tauchgang zur Rhone ein wenig Probleme mit dem Druckausgleich und leidet seither unter wiederkehrenden Gleichgewichtsproblemen. Wir hoffen, dass sich das bald legt, denn eigentlich wollen wir heute Abend wieder Richtung Saba in See stechen.

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