Last but not Least

Die Grenadinen haben wir uns für das Ende der Karibik-Saison aufgehoben – ein echtes Juwel. Sebastian und Cathi, mit denen wir eigentlich hier her segeln wollten dürfen sich zu Recht ärgern, dass es nicht geklappt hat, denn hier werden alle Karibik-Träume wahr.

Gaylyn on perfect carrebean beach

Gaylyn on perfect carrebean beach

Zumal jetzt zum Ende der Saison, wenn es nicht mehr so voll ist. Die meisten Charterboote sind längst für die Hurricane-Saison eingemottet und die verbleibenden Boote sind meist Weltenbummler wie wir. In den Tobago Cays, wo in der Hauptsaison schnell mal 200 Boote vor Anker liegen, hatten wir vielleicht 12 – 15 Nachbarn.
Die Grenadinen bestehen aus einem Haufen von kleinen Inseln und Riffen zwischen Saint Vincent im Norden und Grenada im Süden. Das Wasser ist zumeist kristallklar und zu unserer großen Freude gab es praktisch keine Nesseltiere (kleine Quallen) im Wasser, die uns das Schnorcheln auf den nördlichen Inseln zuletzt zur Qual gemacht hatten.  Auf Bequia haben wir einen der besten Schnorchel- bzw. Tauchplätze der ganzen Reise gefunden. Der Devils Table am nördlichen Ende der Bucht von Port Elisabeth kann es sogar mit den Riffen in den British Virgin Islands aufnehmen.

Snorkeling Bequia

Snorkeling Bequia

Unsere Reise nach Süden führte uns von Bequia nach Canouan. Eine kleine Insel, die zur Hälfte von einer Gesellschaft touristisch vermarktet wird. Bemerkenswert fanden wir die zahlreichen Landschildkröten, die uns auf unserer Expedition an die von einem Saumriff geschützte aber kaum zugängliche Ostküste der Insel zuhauf über den Weg liefen. Zu langsam zum fliehen, blieben die Tiere meist einfach mitten auf dem Weg stehen, wenn man sich näherte. Ansonsten fiel die Insel durch fiese Abzocke auf: Um unseren Kommunikations-Bedarf zu befriedigen setzten wir zum Tamarind Beach Resort über, laut Guide einem der 2 Orte der Insel wo Internet verfügbar war. Für 10 $US gab es dort tatsächlich ein Passwort fürs WIFI. Da das Netz nur in der Anlage gut zu empfangen war, empfahl man uns, in der Beach Bar Platz zu nehmen.  Das leichtfertig bestellte lokale Bier wurde dort zu unserem Erstaunen mit gut 7 $US abgerechnet – gängiger Preis auf den Inseln sind 2-3 $US pro Flasche. Das Internet war gerade mal gut genug um Mail zu empfangen..

Saltwhistle Bay, Mayreau

Saltwhistle Bay, Mayreau

Entsprechend hielt uns nichts auf der Insel und wir machten uns zügig auf zur Saltwhistlke Bay auf Mayreau – eine kleine geschützte Bucht gesäumt von einem Bilderbuch-reifen Palmenstrand. Den schmalen Streifen Land, der die Bucht nach Osten hin umschließt hat man mit wenigen Schritten überquert, nur um eine weiteren Kilometer langen Strand vorzufinden, diesmal auf der dem Wind zugewandten Seite. Hier brechen die Atlantikwellen unweit des Strandes am Riff. Die Insel strahlt einen besonderen Charme aus. Sie ist sehr klein und nur von einer Hand voll Menschen bewohnt. Im Zentrum der Insel auf einem Hügel steht eine kleine, sehr hübsche katholische Kirche. Von hier kann man bei klarem Wetter fast alle Grenadinen und die Riffe des Tobago Cays Nationalparks überblicken. Die Atrmosphäre auf der Insel ist sehr freundlich und pivat.

Swimng with turtles in the Tobago Cays

Swimng with turtles in the Tobago Cays

Weiter ging es in de Tobago Cays. Eingeschlossen von einem Korallenriff liegen hier ein paar winzige unbewohnte aber mit wunderschönen Palmenstränden gesäumte Inseln. Vom Riff vor der Atlantik-Dünung geschützt kann man in echter Südsee-Atmosphäre ankern. Eine der Inseln beherbergt ein besonders geschütztes Gebiet in dem zahlreiche Schildkröten in Seegras-Wiesen weiden. Die Inseln sind von diversen Vogelarten und Iguanas bewohnt. Die Vögel haben mittlerweile gelernt, was es auf den Booten abzustauben gibt und kommen gerne mal zur Inspektion an Bord. Das Saumriff

Tobago Cays

Tobago Cays

lädt zum Schnorcheln ein.
Das Wetter – perfekt – leicht bewölkt und sonnig, knapp 29° Lufttemperatur mit einer kühlende Brise von 3-4 Windstärken. Wassertemperatur 31° ! Ein wahr gewordener Karibik-Traum.
Inzwischen haben wir auch dieses Paradies hinter uns gelassen und liegen vor Union Island. Hier haben wir unsere Lebensmittel aufgestockt und warten das Wochenende ab. Gestern Abend war Full Moon Party in der lokalen Kite Surf Station. Ein wunderschöner Ort mit Daybeds am

Union Island from the distance

Union Island from the distance

Strand, auf denen man sich ausstrecken und das Glitzern des Mondlichtes über dem Ozean geniessen konnte. Highlight war eine Darbietung von Kitesurfern – die Kites und die Surfer waren mit bunten, fluoreszierenden Lichtern versehen. Sie führten im Mondlicht gewagte Sprünge vor.
Montag werden wir aus Saint Vincent und den Grenadinen auschecken und nach Grenada einreisen – zunächst nach Carriacou, dann weiter auf die Hauptinsel Grenada. Dort verbringt ein Großteil der Cruiser die Hurricane Saison. Wir wissen noch nicht genau, wo wir den Sommer verbringen..

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2 Responses to Last but not Least

  1. Christian says:

    Hallo ihr Lieben in der Ferne,
    also mein Neid (etwas was ich sonst ja nicht kenne)segelt mit Euch, denn wir hier im wunderschönen Norden, habe die Nase echt gestrichen voll von diesem , wie ihr es so liebevoll nennt , liquit sunshine. Gerade mal eben hat sich die Sonne hier ein wenig heraus getraut und mal abgesehen von unserem Keller, der ja eh gerne mal Wasserstand zweite Stufe hat, sind wir durch dieses trübe Wetter echt geplagt. Urwaldmäßige Zustände wenn ich so aus meinem Fenster schaue, denn die Natur dankt dem Regen mit unglaublicher Wuchskraft und saftigem Grün. Mal abgesehen von Wärme und Sonne fehlt es uns, Gott sei dank, hier auch an nichts und so will ich nicht klagen, mich weiter über Eure schönen “Urlaubsberichte” freuen und alles so annehmen wie es ist, weil so ist es…
    Ganz dolle Grüße von Christian und Christiane

  2. thomas says:

    Hey Kinder,
    fein mal wiecer von Euch zu hören.. Das mit dem Wetter habe ich gerade in den Nachrichten gelesen. Habt Ihr auch alle brav die Schwimmwesten angelegt? Naja hier ist es auch nicht gerade trocken.. Wir sind aktuell händeringend auf der Suche nach dem guten Wetter. Ansonsten kann Christian schon mal meinen Bogen ölen denn ich werde wohl in absehbarer Zeit in D aufschlagen um mir das Drama mal aus erster Hand anzuschauen.
    Liebe Grüße aus Grenada
    Thomas

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