Oh wie schoen ist Panama

Nun bin ich schon seit dem 17.01.2014 in Panama und habe noch nicht einen einzigen Blog darueber veroeffentlicht. Zwar lungern diverse angefangene Texte auf dem Computer herum, aber kein veroeffentlichter. Das liegt nicht etwa daran, dass hier nichts los war. Eher daran, dass zu viel los war. Ich kam kaum dazu, die Ereignisse in einem Blog zu verwursten und wenn, gab es gleich so viel zu berichten, dass mir unterwegs die Puste ausging oder andere Aktivitaeten mich in Anspruch nahmen. Wer wissen moechte was los war, kann es auf Gaylyns Blog (http://gaylyn.etnur.net) nachlesen, denn die hat es erheblich besser hin bekommen.

Nun sind wir durch mit Panama. Morgen soll es definitiv auf und davon gehen. Erst noch einmal auf die Las Perlas – Panamenische Pazifik Inseln und dann gibt es erst einmal ganz lange nur Pazifik zu sehen, bis wir auf den Marquesas ankommen.

Ein kurzer Abriss zu Panama. Wir haben viel Zeit verbracht und viel Geld ausgegeben. Zunaechst wurden zwei Wochen mit Sightseeing in den San Blas Inseln verbracht. Dann ging es zurueck nach Purto Lindo, wo ich von Dagmar (Schwester/Besuch) und Gaylyn (Crew) verlassen wurde. Dagmar musste wieder nach Hause und Gaylyn wollte mal nach Hause. Ich habe mir die Zeit damit vertrieben das Boot in Schuss zu bringen, bzw. den diversen Handwerkern hinterher zu rennen, die mir helfen sollten das Boot in fit zu machen.

Nachdem ich auf diese Weise 2 Monate an der Karibik-Kueste Panamas totgeschlagen hatte, waren wir endlich so weit, dass es durch den Kanal gehen sollte. Das fand am 19. und 20. Maerz statt, begann gut und endete aetzend. In der letzten Schleuse bekam ich Probleme mit der dort auftretenden Stroemung und dem mit 20 Kn in gleicher Richtung wehenden Wind. Ich musste vollgas zurueck gehen, um die Situation in den Griff zu bekommen. In dieser Situation verabschiedete sich die flexible Kupplung, die das Getriebe mit dem Propellerschaft verbindet. Das Aus fuer meinen Rueckwaertsgang. Das Resultat war ein Zusammenstoss mit einem voraus festgemachten Touristenboot und anschliessend noch mit der Seitenwand der Schleuse. Fazit: Schramme vorne Steuerbord. Mittelschwerer Schaden am Heck und kaputter Antrieb. Gluecklicherweise wurde der Schaft durch die Wellendichtung wieder in die Kuppplung hineingedrueckt, so dass mir der Vorwaertsgang erhalten blieb und ich aus eigener Kraft aus dem Kanal ausla
ufen konnte.

Dass Missgeschick hat mich noch einmal einen Haufen Geld und einen Monat Zeit gekostet aber nun ist alles wieder fit fuer den Pazifik (hoffentlich). Den Monat haben wir Antriebslos (das Boot) im Yachtclub Balboa verbracht. An und fuer sich kein schlechter Ort aber leider uebelst dreckig. Man liegt direkt an der Fahrrinne zum Kanal und wird demzufolge durch den staendigen Stom von Schiffen begast die froehlich ihr Schweroel verbrennen waehrend sie durch den Kanal fahren. Nebenbei hat man staendig den Dreck von Panama und den Qualm irgendwelcher Feuer in der Luft und manchmal regnet es tagelang Asche. Nach einem Monat in Balboa sind alle Leinen an der Vorderseite schwarz von Dreck und das Deck ist dunkelgrau. Am Anleger des Yachtclubs machen tagein tagaus die
Faehren und Versorgungsboote fest die die vielen Ankerlieger und die vorgelagerten Inseln versorgen. Neben dem Laerm und Schwell liegt oft noch ein uebler Dieselgeruch von der Tankstelle in der Luft, wenn mal wieder einer rumgesaut hat. Wir muessen also schon allein deshalb hier weg, um unseren Lungen wieder frische Luft zuzufuehren und das Boot wieder sauber zu bekommen.

Nebenbei haben wir viel Zeit in Panama verbracht un kennen die Stadt mittlerweile in und auswaendig. Wer (Boots-)Teile in Panama sucht, kann sich getrost an mich wenden, ich kenne alle einschlaegigen Laeden. Panama ist ansonsten eine erstaunliche Stadt und durchaus eine Reise Wert. Eine moderne Metropole mit der vermutlich einzigen S/U-Bahn Mittelamerikas und einer eindrucksvollen Skyline. Trotzdem praegen auch die Ureinwohner, die bunten Gewaender der Kuna das Bild der Stadt. Wenn man die Metropole verlaesst ist es vorbei mit der Moderne. Dann ist es ploetzlich wieder Mittelamerika wie man es kennt. Ausser Arroz con Frijoles (Reis mit Bohnen und Fisch/Fleisch/Huhn) gibt es kaum etwas zu Essen und diverse Gebiete sind noch fest in der Hand der indianischen Ureinwohner.

Leider ist uns heute am letzten Tag noch einmal das Internet ausgegangen. Es lohnt sich nicht mehr die Karte noch einmal aufzuladen daher wird dieser Post (Testweise, so der Plan) erstmals wieder per Satelliten Telefon / Mail uebertragen. Daher auch die fiesen Umlaute und die fehlenden Bilder. Morgen geht es noch einmal kurz an Land, auschecken und dann rauschen wir ab. Galapagos lassen wir links (oder auch rechts, wenn wir schnell genug nach Sueden kommen) liegen denn die Offiziellen sind dort zu teuer und zu kompliziert fuer uns. Fuer die Ueberfahrt zu den Marquesas planen wir gut 34 Tage ein. Circa.

Wer gerne mit uns in Kontakte bleiben moechte, kann das ueber unsere Sateliten Email tun, die lautet qi AT mailasail PUNKT com. Attachments empfange ich darauf nicht und generell ist die Bandbreite sehr beschraenkt. Anrufen kann man auf dem Telefon selbstverstaendlich auch, wenn man genug Kleingeld fuer ein paar Euro Gebuehren pro Minute hat. SMS sollen aber guenstig sein und es macht Sinn einen Anruf vorher anzukuendigen, denn das Telefon ist nicht immer an. Die Nummer lautet +881632521658.

Ansonsten werde ich versuchen den Blog aktuell zu halten, nicht wie in Panama…

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One Response to Oh wie schoen ist Panama

  1. Tina says:

    Mast und Schotbruch…auf dass die Winde mit euch sind. Wir sehen uns in der Südsee!!!! Big hug vom Bayerischen Meer, dem Chiemsee :o))))) Gute Reise!!!!!!!!!!!!!!!

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