Auf, Matrosen, ohe!

Kaum zu glauben aber wahr, ich habe mich endlich abgenabelt und liege nicht mehr in Palma. Der Hafen war mir schon richtig ans Herz gewachsen, vor allem die vielen netten Leute dort, die mir an allen Ecken und Enden geholfen haben aber auch die wundervolle Lage direkt vor der Altstadt von Palma. Leider war der Preis für den Liegeplatz auf Dauer nicht mehr zu tragen und außerdem, wie wir ja wissen: Seemann’s Braut ist die See – also zieht es mich notgedrungen hinaus in die Ferne. Richtig weit bin ich noch nicht gekommen aber ein Anfang ist gemacht. Nach dem mittlerweile 3. Ausflug nach Cabrera bin ich nun in Porto Colom gelandet, wo ich vorhabe erst einmal ein oder zwei Tage am Gemeindesteg zu verweilen um dann in den Norden der Insel vorzustossen.

Heute gab es nach einem wundervollen Tag, platt vorm Wind segelnd, sanft geschaukelt, dyonysisch dahingestreckt im Cockpit chillend noch einmal richtig Wind. Kurz vorm Ziel mussten wir (Mitsegler Tino und ich) unbedingt noch einen Schlag aufs Meer hinaus segeln und haben Qi auf satte 8,5 Knoten Speed gebracht. Das ist persönlicher Rekord und gar nicht mal schlecht für so eine alte Dame und einen Skipper für den Segeltrimm noch ein Rätsel mit sieben Siegeln ist.

Natürlich war es mir mal wieder vergönnt ein paar grauenhafte Fehler zu machen, die ich nun hoffentlich nie wieder mache. Es ist wirklich ein gutes Gefühl all die schrecklichen Fehlhandlung und Töffelichkeiten bisher (klopf, klopf, klopf) ohne größere Schäden an Mensch und Material abzufrühstücken. Meistens ist es so traumatisch, dass man sicher sein kann es nicht noch einmal zu wiederholen.

Meine nächste Tour mache ich voraussichtlich erstmals ganz alleine (der alte Mann und das Meer) – das wird dann noch einmal so richtig spannend.

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