Overflow

Als ich die neue Seite mit dem Foto des Tages online gestellt habe, hatte ich wohl nicht ausreichend darüber nachgedacht, was für eine Aufgabe ich mir da aufbürde. Seit dem folgenschweren Entschluss kämpfe ich jeden Tag damit, aus der Vielfalt wunderbarer Bilder EINES auszuwählen. Zumeist scheitere ich kläglich und stelle 2 oder 3 Bilder ein.. Auch heute wird es mal wieder nicht einfach. Seit Freitag abend habe ich meine Nichte Laura und bereits seit einer Woche eine weitere Mitseglerin – Alette – an Bord und aktuell scheint alles was wir anfassen von Glück beschienen zu sein, denn wir sehen nur schöne Orte, wundervolle Buchten und haben Glück mit dem Wind. Dem Kommando über die Küche bin ich schon seit 2 Wochen enthoben und werde weiterhin lecker und gesund ernährt.
Vor einer Woche waren wir in Palma aufgebrochen und in der Wunderschönen Cala Mondrago gelandet. Nächstentags ging es weiter an Cala Ratjada vorbei um das Cap de Pera herum in eine weitere hübsche Bucht , deren Strand die allerdings mit saufenden und gröhlen Teutonen kontaminiert war. Glücklicherweise musste ich nur kurz an Land um meinen 1. Ingenieur Konrad an Bord zu holen und später wieder abzusetzen. Am Donnerstag ging es dann weiter in meine Lieblingsbucht, die Cala Murta unweit von Porto Pollenca. Ein traumhafter Ort malerisch gelegen, nur von wenigen wanderfreudigen Tagesgästen und ein paar Booten frequentiert. Ein Ort zum Verweilen.
Tags darauf ging es in Pollenca mal wieder an den Quai um alles mögliche aufzutanken, neu zu verproviantieren und Laura einzusammeln. Samstag wurde es spannend – ist Laura seefest? Die 35 Meilen Überfahrt nach Menorca sollte es zeigen. Eine wunderbarer Törn – kaum aus der Bucht von Pollenca heraus das erste Highlight: Eine Schildkröte die direkt neben dem Boot auftaucht – Laura kann es immer noch nicht fassen, dass ich nicht sofort beigedreht bin um zu verweilen. Unterwegs schöner Segelwind – zunächst stimmte die Richtung nicht aber mit der Zeit drehte er ein und brachte uns dem Ziel mit 6-7 Knoten näher, so dass wir die Cala Algaverens noch zeitig genug für ein ausgiebiges Bad und eine Inspektion des Strandes erreichten. Ach ja, kurz vorm Ziel gab es noch Delfin-Besuch, so dass Laura noch einmal quietschend vor Glückseligkeit auf dem Bug herumhüpfen durfte und – ja sie ist seefest – keinerlei Irritationen , nicht einmal unter Deck.
Cala Algaverens ist auch wieder so ein verzauberter Ort. Zwar war die Bucht stark von Motorbooten frequentiert auf denen die Menorquiner teilweise im 5’er Pack zusammen geschnürt (die Boote, nicht die Menorquiner) ihr Wochenende feiern, dafür wird man aber durch die wilde Landschaft , das türkise Wasser und die Dünen- und Lagunenwildnis gleich hinter dem Strand vollauf entschädigt.
Mittlerweile liegen wir in der Bucht von Fornells und in Kürze geht es weiter. Zunächst zum Chillen und Plantschen in eine andere Bucht und dann in die Hafenstadt Mahon..

This entry was posted in Allgemein, Deutsch. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *