Hängengeblieben in Neuseeland

English Version

Wieder einmal bin ich in Neuseeland nicht zum Schreiben gekommen und das obwohl viel passiert ist seit meinem letzten Artikel im November. Die fotografischen Indizien könnt Ihr in der nachstehenden Galerie bewundern:

Gaylyn und ich hatten eine herrliche Zeit, den Großteil des Sommers verbrachten wir in der Bay of Islands. Meine Schwester Dagmar hat im Dezember für 4 Wochen vorbei geschaut und hatte Nadine eine Freundin im Schlepptau, die auch zur gleichen Zeit in Neuseeland reiste. Wir haben die Zeit mit Segeln, Wandern, Schwimmen (nur dir hart gesottenen) und Paddleboarding totgeschlagen. Nadine hat sich mit Gaylyns Cousin John und den Seinen angefreundet und hat nun einer Ersatzfamilie in Neuseeland. Kaum eine Woche später kam Gaylyns Freundin Andree vorbei und blieb für eine Woche.
Danach lies Gaylyn mich eine Weile allein um Ihr Buch in Neuseeland und später in Australien zu promoten. Sie hat sich gut amüsiert in Diversen Backpacker Hotels auf dem Weg und reichlich Zeitungs- und Radio-Interviews gegeben. Am Ende marschierte sie sogar direkt unangemeldet in eine lokale Fernsehstation und schaffte es mit einem Interview auf Sendung zu gehen. Gaylyn ist jetzt ein Prommi!

 
Gleich nach unserer Ankunft in Neuseeland haben wir begonnen die notwendigen Dokumente für meinen Antrag auf Residency (Aufenthalts- & Arbeitsgenehmigung) zusammen zu stellen. Wir waren schon immer etwas beunruhigt durch die Tatsache dass wir keinen gemeinsamen Platz zum Bleiben haben. Wohin wir auch gehen, immer muss nach ein paar Monaten mindestens einer von uns wieder gehen. Das wird zum Problem wenn jemand krank wird oder einfach mal ein wenig Geld verdienen will.
Den ersten Anlauf im Jahr 2016 hatten wir etwas zu spät angegangen und am Ende lief uns die Zeit davon und wir mussten einen unvollständigen Antrag abgeben der prompt abgelehnt wurde obwohl uns von der telefonischen Hotline dazu geraten worden war. Diesmal waren wir besser vorbereitet. Mein zuständiger Imigration Officer meldete sich schon nach ein paar Wochen und forderte Beweise für ein, dass ich mit gaylyn seit mindestens 12 Monaten in einer echten und stabilen Beziehung lebe. Wir schickten noch ein wenig Material ein und auf erneute Nachfrage bin ich dann die digitalen Fotoalben durchgegangen und habe alle Fotos herausgesucht, auf denen wir beide zu sehen waren. Die wurden dann ausgedruckt, mit Ort und Datum beschriftet und an Imigration verschickt. Danach gab es keine Zweifel mehr dass wir die letzten 4 Jahre viel rund um den Globus herum viel Spaß hatten. Wir mussten nur noch nachweisen, dass wir uns finanziell ein Weilchen über Wasser halten können dann waren wir durch.
Ich habe daher seit dem 31.03.2017 ein Aufenthaltsgenehmigung für Neuseeland. Gaylyn stellt mich seither als Gerwi (German Kiwi) vor.. Es gibt allerdings noch eine Einschränkung – das Visum erlaubt mir für zwei Jahre die Einreise und bis dahin muss ich bestimmte Kriterien erfüllen (z.B. 184 Tage pro Jahr im Lande sein) damit ich dann am 31.03.2019 einen Antrag auf eine permanente Aufenthaltsgenehmigung stellen kann.
Gegen Ende des Sommer wurden wir Jim vorgestellt. Jim ist ein Maori der eine wunderschönes Stück Land am Kerikeri besitzt um das er sich liebevoll kümmert. Er freut sich wenn Yachties vor seinem Strand ankern, ihm Gesellschaft leisten und vielleicht ein wenig beim Gärtnern helfen. Gaylyn ist zwar Vegetarierin, was sie jedoch nicht davon abhält gleichzeitig eine enthusiastische Fischerin zu sein. Jim hat das sofort erkannt und lud uns zum Fischen ein. Nachdem wir vor seinem Strand mit einem Netz reichlich kleine Fische für Köder eingesammelt hatten, ging es raus zum Angeln. Der erste Tag verlief für mich erfolglos. Zum Glück fingen Jim und Gaylyn ein paar schöne Snapper. An der Langleine war noch ein extra großer Brocken so dass das abendliche Essen gesichert war. Am nächsten Tag war ich dann dran und habe nicht nur meinen allerersten Fisch überhaupt sondern gleich darauf noch einen echten Prachtburschen, der mir mächtig Neid einbrachte. Bei Jim gibt es immer reichlich Fisch, Pippis und Austern..
Wir kamen zwei Wochen später noch einmal bei Jim vorbei um ein wenig zu fischen. Ein paar Freunde von Ihm waren schon da und Abends gab es im Feuer gebackenen Kawahai. Am nächsten Tag gab wurde erneut frischer Fisch gefangen und Gaylyn zauberte Poissont Cru sowie ein Fisch-Curry vom Kawahai und dazu gab es in Knoblauch gebratene Pippis.

Für die nächsten 2 Jahre werden wir uns wohl im Sommer in Neuseeland herumtreiben und den Winter auf den Inseln (Fiji, Tonga, Samoa, Neu Kaledonien) verbringen. Nächsten Sommer wollen wir in Neuseeland mal nach Arbeit schauen um die Reisekasse aufzufüllen – vielleicht bleiben wir ja sogar mal über Winter.
Aktuell wird es hier mal wieder reichlich frisch und wir warten auf ein Wetterfenster um nach Fiji aufzubrechen. Unglücklicherweise sind zwei verspätete Zyklonen (Donna und Ella) aufgetaucht und das Wetter sieht allgemein noch etwas chaotisch aus im Norden. Daher warten wir noch bis sich das Wetter beruhigt hat. Diverse Boote die schon vorher aufgebrochen sind, sind in teils lebensbedrohliche Situationen geraten und weitere schauen mit Sorge auf die (hoffentlich) vorbeiziehenden Wirbelstürme. Nicht die Art von Wetter mit dem wir uns herumschlagen möchten.
Morgen ziehen die Reste des Wirbelsturms Donna über Neuseeland weg und bringen einen Haufen Wind und Regen sowie kalte Luft von Süden. Wir haben uns in die Marina verdrückt..

This entry was posted in Deutsch, Seefahrt. Bookmark the permalink.

2 Responses to Hängengeblieben in Neuseeland

  1. Silvie says:

    Hallo Ihr Lieben,

    ist das schön, mal wieder ein Blog-Update zu bekommen und zu sehen, wo Ihr Euch mal wieder herumtreibt!!! Habe Euch gerade schon auf geantwortet und wir hoffen doch sehr, dass ein Malle-Abstecher beim nächsten Europe-Besuch drin ist!!!
    Der Weg, Neuseeländer zu werden, ist wohl ganz schön steinig, aber bald bist Du, Thomas, Big Master of the Gerwis – oder so…;-))
    Dickes Sonnenbussi aus Palma und lasst es Euch wieter gut gehen
    Silvie & Peter

  2. J-D says:

    Freut mich für Euch das es jetzt ein Konzept gibt!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *